BIOGRAFIE

Alexandre Vay

Cellist

Der Cellist Alexandre Vay hat sich sowohl als außerordentlich sensibler und technisch brillanter Solist, als auch als passionierter Kammermusiker und international agierender Pädagoge einen Namen gemacht.

Alexandre Vay ist gebürtiger Franzose (Le Mans) und erhielt seinen ersten Musikunterricht im Alter von fünf Jahren. Er studierte am Conservatoire Supérieur de Musique in Lyon in der Klasse von Yvan Chiffoleau und beendete das Studium mit Auszeichnung. 2008 setzte er sein Studium bei Martin Ostertag an der Hochschule für Musik Karlsruhe fort, wo er seinen Master mit Auszeichnung abschloss und anschließend ein Aufbaustudium in der Solistenklasse absolvierte. Neben seinem Studium besuchte er Meisterkurse bei János Starker, Anner Bylsma, Gary Hoffman, Antonio Meneses, Steven Isserlis, Wolfgang Boettcher.

Als passionierter Kammermusiker schloss sich Alexandre Vay mit dem Pianisten Dimitri Papadopoulos als Duo zusammen. Sie erhielten einen Masterabschluss des Conservatoire National Superieur de Musique von Lyon. In Zusammenarbeit mit dem CNSMD nahmen sie sämtliche Sonaten für Violoncello und Klavier von Ludwig van Beethoven auf. Im Oktober 2011 wurde das Duo beim 4. Europäischen Kammermusikwettbewerb Karlsruhe mit einem 3. Preis ausgezeichnet. Mit Frédéric Lodéon und Gaëlle le Gallic trat das Duo im französischen Rundfunk (France Musique und France Inter) auf. Einspielungen von Alexandre Vay sind außerdem beim SWR und BR entstanden. Konzertreisen führten das Duo nach ganz Europa, sowie nach Thailand, Rumänien und Russland.

Bereits in seiner Studienzeit wurde Alexandre Vay regelmäßig als stellvertretender Solocellist an die Opéra National von Lyon eingeladen. Im September 2012 übernahm er die Stelle des stellvertretenden Solocellisten beim Münchner Rundfunkorchester.

Als Solist und Kammermusiker trat Alexandre Vay bei verschiedenen Kammermusik- und Solofestivals auf, so bei der HD-Konzertreihe in Heidelberg, bei den Musiktagen in Kassel, „Les nocturnes de la Cathédrale de Rouen“, dem „Thy Chamber Music Festival“ in Dänemark, dem Festival „Giovanni Artisti“ in Cervo, Italien. Seine Partner sind u.a. Daniel Blumenthal, Jean Sulem, Pascal Devoyon, Muriel Cantoreggi und Ulf Hoelscher. 2013 wurde er für die deutsche Erstaufführung des Balletts „In den Winden im nichts“ von H. Spoerli engagiert, bei der er drei der Suiten für Violoncello solo (2, 3 und 6) von J. S. Bach sieben Mal im Badischen Staatstheater Karlsruhe aufführte.

Ebenso engagiert sich Alexandre Vay als Pädagoge: Er gibt Meisterkurse in Le Mans und in Lyon. Alexandre Vay ist künstlerischer Leiter und Professor an der Sommermusikakademie in Trouville-sur-Mer in Frankreich. Er wird durch das Stipendium „Mécénat Société Générale“ und durch den Sponsor „Adami“ unterstützt. Außerdem wurde er im Studienjahr 2010/2011 vom DAAD mit einem Stipendium gefördert.

Alexandre Vay spielt ein modernes Violoncello von Ersen Ayçan.